Zukunft der DITTINGER FLUGTAGE

Bericht vom 6. Februar 2017:


Im Dorf Dittingen sind die Spuren des Flugunglückes vom 23. August 2015 seit einiger Zeit beseitigt, auf dem Dittinger Feld befasst man sich aber immer noch mit dieser Vergangenheit und der möglichen Zukunft der Dittinger Flugtage.

In der Zwischenzeit hat man sich seitens der organisierenden Segelfluggruppe Dittingen nicht nur um die materiellen Schäden, sondern insbesondere auch um die Gefühle und Meinungen der Dittinger Dorfbevölkerung gekümmert. Im letzten Spätsommer konstituierte sich eine Begleitgruppe deren Mitglieder zum einen aus der Dorfbevölkerung stammen und zum anderen aus zwei Vertreter der Segelfluggruppe. In zwei Versammlungen dieser Gruppe wurden Sicherheitsbedenken diskutiert und gemeinsam ein neues Konzept erarbeitet.

Vergangenen Montag nun lud die Segelfluggruppe Dittingen die Dorfbevölkerung und interessierte Kreise zu einem Info-Abend in den Gemeindesaal des Schulhauses Dittingen ein. Thomas Kübler, ansonsten Leiter der Standortförderung Baselland, eröffnete den Abend mit der Vorstellung dDSC_7172a.JPGer Referenten. Ebenfalls zu Gast war mit Jörg Turnheer ein Vertreter des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL).

Der für das Programm der Dittinger Flugtage verantwortliche Thomas Anklin erklärt die geplanten Veränderungen für zukünftige Vorführungen in Dittingen. Das überarbeitete Konzept beinhaltet als zentralen Teil eine Verschiebung der Vorführbox um 200 m in Richtung Westen und eine um ca. 45 Grad im Gegenuhrzeigersinn gedrehte Vorführachse für schwere Flugzeuge und Formationen. Mit diesen Massnahmen wird der Kunstflug, Überflüge von Grossflugzeugen und der gleichzeitige Flug mehrerer Flugzeuge über dem Dorfkern vermieden. Ebenfalls sollen, als Entgegenkommen gegenüber der Dorfbevölkerung, keine Flüge mehr unterhalb dem Pistenniveau gemacht werden.

Aus der Runde kamen durchaus auch kritische Anmerkungen bezüglich der Zulässigkeit des Anlasses auf dem kleinen Flugplatz über dem Laufental und Fragen zur Ökologie von solchen Veranstaltungen generell. Die Verantwortlichen und der Vertreter des BAZL nahmen diese mit Verständnis entgegen und zeigten aber gleichzeitig die Verhältnismässigkeit mit Grossanlässen jeglicher Art auf.

Beat Jermann, der Obmann der Segelfluggruppe, erklärte wiederholt, dass es für den Verein von grossem Interesse sei, auch in Zukunft die traditionellen Dittinger Flugtage durchführen zu können. Der Anlass ist zu einem wichtigen Bestandteil der Aviatik in der Schweiz und zu einem Schaufenster der Luftfahrt über die Grenzen hinaus geworden.

Die Segelfluggruppe Dittingen wird voraussichtlich an der kommenden Generalversammlung im März über den Start der Vorbereitungen zu den Flugtagen im Jahre 2018 (nicht 2017!) befinden. Bis dahin sollte dann auch der Untersuchungsbericht zum Unglück von 2015 vorliegen. Empfehlungen daraus könnten so noch einfliessen.

Meteo-Partner